17. Oktober 2011

Alkohol - nur ein Freund, das Frauenproblem und wenn Menschen sich hinterfragen (Briefausschnitte)


Mir geht es übrigens sehr gut, obwohl ich schon wieder einen Abend mit meinem Freund dem Alkohol verbracht habe. Aber keine Sorge, wir führen lediglich eine distanzierte Beziehung auf oraler Ebene. Zu oft hat er meinen Magen als Wuthöhle missbraucht, sodass eine feste Beziehung auf Dauer unmöglich scheint, gar ungesund. Außerdem ist der Sex schlecht. Ich wollte dies nur klarstellen, damit keine Eifersucht aufkommt.

[…]

Als Frau eines Mannes ist man immer der festen Überzeugung, einem würden besondere Kräfte zuteil, von welchen man Gebrauch machen sollte, wenn die Gemütslage des Mannes zusammenbricht wie eine morsche Hütte im Wald. Das blöde ist: Dieses ganze Gedankengerüst baut nun mal auf der Tatsache auf, dass man DIE Frau ist. Liebe ist also praktisch ein Zustand, von dem die Frau annimmt, ihr würden besondere Eigenschaften zuteil. Nun gut, Blödsinn.
Ich sitze übrigens gerade auf dem Sofa und schaue mir wieder Krankenhäuser an, während Lotte hinter mir so tut als stünde sie unter Drogen. Außerdem klebt mein Rücken am Sofa fest, was ein Grund wäre zu duschen. Kommst du mit?

[…]

Ich glaube, es ist gesund, wenn ein Mensch in seinem Leben auch ab und zu dumme Fragen stellt. Denn wenn er selbstständig hinter die Tatsache gelangt, dass seine Frage blöd war, so kann er davon ausgehen, dass er in der Lage ist sich selbst zu hinterfragen. Und das zeugt ja wohl irgendwo von einem einigermaßen durchschnittlichen Intelligenzgrad.

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