23. März 2011

In tiefen Schwaden voll Trübsal


Meine Gemütslage glich einem am Abgrund stehenden Mädchen, was tagein, tagaus voll Angst in das tiefdunkle Tränenwasser vor sich blickte. Sie war nur einen Schritt davon entfernt. Und ja dieser Schritt vollzog sich. Jedoch war das kleine Mädchen des Schwimmens mächtig und so dauerte es nicht lange bis sie sicheres Land unter ihren Füßen spürte. Auf diesem Stück  Land gedachte sie nun gespannt auf das zu warten, was für sie vollkommenes Glück bedeuten würde.

16. Februar 2011

Ausschnitt einer Libido

Euer warmer Atem, der sich wie ein sanfter Hauch über meinen Naken ergießt. Die harte männliche Lust, welche sich mit aufrechtem Gang einen Weg durch das unermüdliche Liebesspiel bahnt. Die bebenden Körper, reduziert auf nackte Haut, welche eng umschlungen sich winden und der Erlösung entgegenstreben.

14. Februar 2011

Madame'scher Brief zu frühreifer Stunde.

Liebster Kuschelkönig,

die ernüchternde Tatsache, dass sie sich den heutigen Abend zeitnah nicht mit mir, sondern mit einer Person ohne Brüste versüßen werden, lässt in mir peinliche Sehnsucht keimen, die sich je entläd in ernüchternde Erkenntnis.
Dennoch möchte ich Ihrem treu ergebenen und beziehungsunfähigen Freund, dessen Spitzennamenursprung bis in alle Ewigkeit nicht zu klären möglich zu sein scheint, die hochwertige Ehre nicht entgehen lassen, mit einem prachtvollen Exemplar einer besonders hervorzuhebenden Vollblutrasse von Mann (das wären dann wohl Sie, mein Lieber), den Schritt in die Öffentlichkeit zu wagen.
Ich wünsche Ihnen, und auch Ihrem Freund, einen spaßigen Abend, erwarte dennoch vollsten Anstand und die Anwesenheit von Moral.
(Witze über samenbespritzte Frauengesichter sind erlaubt, genauso wie hässlichen Frauen Popcorn in den Ausschnitt zu werfen. Aber nur den hässlichen..)

Gezeichnet und in Liebe,
die Madame Schmuseline

17. Januar 2011

Die biologische Grasbodenheizung


Ich hoffe, sie sind des männerfremden Spazierens nicht überdrüssig geworden und haben indes das Gefühl genossen, wenn Gras sich der Schwere des Geschöpfes über ihm bewusst wird, und unter den Fußsohlen sanft nachgibt. Ja, gar der Schwerelosigkeit ein Heim stellt. Dann jedoch ein prüfender Blick nach unten, vertraut mit der erweichenden Tatsache, dass auch Hunde in Besitz eines durchaus regen und intakten Verdauungssystems sind, uns Menschen gleich, weshalb man beileibe nicht sorglos und naiv über weitflächige und verwucherte Grasflächen schlendern sollte, sondern stattdessen immer darauf gefasst sein muss, plötzliche Fremdkörperwärme in Form von tierischen Exkrementen durch die eigene Schuhsohle hindurch zu spühren.

7. Januar 2011

Erotik ist Schmuck


Meine Teuerste.

Ja, die Liebe scheint aus Gut und Böse zu bestehen.
Doch, verlassen wir nun die unendlichen Tiefen der Unsicherheit und begeben uns stattdessen in die prickelnde Welt der Erotik. Selbst Liebe wäre ohne Sie verloren, wie ich finde.
In der Erotik wird die Kontrolle nicht beherrscht von Regeln und Richtlinien, nein, sie wird kontrolliert vom eigenen Verlangen. Willenloses Hingeben jedweder Art. Die Fluten endloser Lust, von denen wir uns treiben lassen bis zur vollkommenen Erlösung.
Erotik ist der Schmuck der Liebe. Jeder glänzt schön in ihr. Nur gepaart mit Intelligenz wirkt er nicht billig. Denn billiger Schmuck ist schneller vergänglich und vermag keine Wirkung, keine Spuren zu hinterlassen.

Gefühle sind der Schlüssel. Sie lassen uns teuren Schmuck tragen.
Gefühle hinterlassen Gefühle, Gefühle prägen, sind langanhaltend und unsterblich, wenn auch verletzlich, doch bleiben sie uns in Erinnerung.

In Liebe,
Skrivkonst

2. Januar 2011

Die Hoffnungslosigkeit

Lieber Baron,
der erst kürzlich der Vergangenheit beigelegte Gefühlswirrwarr hat doch tatsächlich seinen Weg zurück gefunden. Ja, sie lesen richtig. Erst leuchtend vor Glückseligkeit, flackert in der Madame je nur noch matt ein Licht. Ein Lichtlein mehr. Heraufbeschworen von was? Die Geburt eines Missstandes, der die Madame an ihrer bisherigen Liebeslust zweifeln lässt und ihre eingebildete Sensibilität gänzlich entblößt.
Ich fühle mich wieder nackt und verletzlich, Baron.

8. Dezember 2010

Naschwerk

Herr Baron,
in Anbetracht der Tatsache, dass Naschwerk mich erwartet, möchte ich natürlich nicht auf besagtes Naschgut verzichten und lass mich verführen vom süßen Verlangen, was sich anmutet, einer Maßlosigkeit gleich, sich in mir aufzutürmen und mein Streben nach Vernunft und Disziplin zu durchbrechen.
Und wer ist daran schuld? Sie, mein Lieber.